Partizipativ gestalten

Partizipativ leiten als Führungskraft/ Partizipation erarbeiten und erfolgreich gestalten als Mitarbeitende

Wie bedeutend, hilfreich und wertvoll ist es, Mitarbeiter:innen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen? Und wie geht es „richtig“?: Kollektive Entscheidungen werden oft intuitiv als vorteilhaft angesehen, aber weniger häufig so getätigt, da sie zu besser akzeptierten und motivierteren Ergebnissen führen. Jedoch zeigt die Forschung, dass einzelne Personen oft schneller und qualitativ hochwertiger entscheiden als Gruppen. Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Einbindung von Mitarbeiter:innen umfassen eine komplexe Herausforderung, hohe Fachkompetenz, eine gute Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden sowie eine hohe Motivation zur Beteiligung. Dennoch gibt es Herausforderungen wie mangelnde Motivation, Abweichen vom Plan und Konformitätsdruck, die die Qualität von kollektiven Entscheidungen beeinträchtigen können. Um Gruppendenken zu reduzieren, können Führungskräfte verschiedene Maßnahmen ergreifen, darunter die Begrenzung der Teamgröße, ausreichend Zeit für Diskussionen, das Schreiben unabhängiger Gedanken vor der Diskussion und das Einsetzen eines Advocatus Diaboli, der alternative Perspektiven aufzeigt. Es wird betont, dass Führungskräfte Entscheidungen in Teams nur gelegentlich treffen sollten und stattdessen Mitarbeiter qualifizieren und motivieren sollten, aktiv an Entscheidungen teilzunehmen. Durch die Begrenzung der Teamgröße und die Schaffung eines motivationsfördernden Umfelds können Geschwindigkeit, Qualität und Akzeptanz von Teamentscheidungen verbessert werden.

"Use it or loose it"

Schlussfolgerungen

Es gilt abzuwägen und klug zu entscheiden, ob eine Leitungsentscheidung getroffen werden soll oder ob die Vorteile eines partizipativen Entscheidungsprozesses überwiegen oder sogar Entscheidungen delegiert werden sollen. Es ist wichtig, eine Analyse der vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen durchzuführen und zu überlegen, welche Fähigkeiten gestärkt oder kompensiert werden müssen. Zudem sollte sorgfältig überlegt werden, wer unbedingt in den Entwicklungs- oder Entscheidungsprozess einbezogen werden soll und wer nicht. Eine kluge Vorbereitung und Durchführung von Entscheidungen erfordert Erfahrung und Einfallsreichtum. Diese Fähigkeiten und Erfahrungen bringe ich mit: - Als Partizipationskünstler - Als Gründer und Co-Leiter eines Sozialunternehmens - Als Supervisor - Als Demenzbegleiter, der in vielfältigen Systemen von unten her mitsteuern muss. Wie wird Ihr partizipativer Prozess initiiert und begleitet: 1. Entscheidung über Inhalte und Nicht-Inhalte sowie Teilnehmende und Nicht-Teilnehmende. 2. Schaffung eines geeigneten Prozesses dafür. 3. Vorschlag von Methoden und Medien, die die Partizipation erleichtern, und minutiöse Planung. 4. Start, Durchführung und Abschluss des Prozesses. 5. Begleitung und Evaluation des Praxistransfers. 6. Bei Bedarf Optimierungsprozesse. Nutzen und Erfolge sind beispielsweise: 1. Eine breitere, reichere Wahrnehmung durch Vielfalt. 2. Motivation durch Einbeziehung von Mitarbeiter:innen in Entscheidungen. 3. Übung von Argumentation, Priorisierung und Konfliktlösungskompetenzen. 4. Empowerment. 5. Gestaltung einer positiven Unternehmenskultur. 6. Effektives Delegieren.